Heilsame und geschützte Räume, in denen wir uns öffnen
können und geborgen fühlen, sind wichtig.
Damit wir wachsen, gedeihen und erblühen.
Sabine Proft
Wie schön, dass du da bist.
Meine Reise der Selbstentdeckung begann vor über 30 Jahren. Geprägt von Achtsamkeit, Meditation, Ayurveda, Yoga und heilenden Erfahrungen.
Wenn ich heute Menschen in Einzelsitzungen, Kursen und den Seminaren der Heilwege begleite, tue ich das nicht aus abgeschlossenem Wissen, sondern aus dem Weg, den ich selbst gegangen bin und der mich weiter formt.
In meiner Arbeit und im privaten Leben habe ich erfahren: Verwandlung entfaltet sich. Und doch ruft sie uns auf, mitzufließen, uns einzubringen, mitzugehen.
Schon früh trug ich Verantwortung, und erst im Laufe meiner spirituellen Entwicklung wurde mir bewusst, wie leicht ich dabei die eigenen Bedürfnisse aus den Augen verlieren konnte. Der Wendepunkt kam klar und eindeutig. Das Leben begann, mir Zeichen zu senden, unüberhörbar und sichtbar. Begegnungen, Situationen, Impulse führten mich spürbar auf meinen Platz, dorthin, wo ich vor über 20 Jahren den Mut fand, meine Berufung zum Beruf zu machen und das Institut Proft Vital zu gründen.
Heute trage ich weiterhin Verantwortung. Doch ich habe gelernt, dass sie keine Last sein muss, sondern eine Einladung, bewusst mitzuwirken um die eigene Kraft einzubringen.
Besonders in den von mir gehaltenen Intensivseminaren der Heilwege und in der Aufstellungsarbeit erlebe ich immer wieder dieselbe Wahrheit: Ein Mensch ist nicht Opfer seiner Geschichte. Er ist ihr Bewahrer und ihr Gestalter.
Die Kombination von Bewahren und Gestalten ist ein wertvoller Schlüssel. Wer nur bewahrt, verliert mit der Zeit die Lebendigkeit. Wer jedoch gleichzeitig gestaltet, hält den Fluss lebendig. Wenn ein Mensch erkennt, dass er nicht länger Zuschauer seiner eigenen Vergangenheit sein muss, sondern Regisseur seines Weges sein kann, entsteht eine stille und zugleich stabile Aufrichtung.
Heilung bedeutet nicht, dass die Geschichte verschwindet. Sie beginnt dort, wo wir bewusst mitfließen, uns einbringen, uns bewegen. Verantwortung wird dann nicht zur Last, sondern zur lebendigen Kraft.
Auch ich habe lernen dürfen, meine eigene Geschichte nicht nur zu tragen, sondern sie anzunehmen und dabei auch meine eigenen Bedürfnisse zu achten, um von dort aus stimmige und klare Entscheidungen zu treffen.
Heilwege der Verwandlung sind für mich keine Methode. Sie sind Haltung. Ein inneres Ja. Ein Ja dazu, mitzugehen, mitzuweben, den eigenen Platz einzunehmen. Ein Ja dazu, das Leben nicht nur geschehen zu lassen, sondern bewusst zu gestalten.
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